Was kann ein Label mehr leisten, als aufregende Musik anzubieten?
Daniel Stelter
Daniel Stelter
Homebrew Songs
VÖ: 28.08.2009
Kat.-Nr.: 426010901014-0
Vertrieb: edel kultur
901014 HER / Herzog Records
Er sei nicht unbedingt ein Fan von "puren Gitarrenplatten" gesteht Daniel Stelter - ganz gleich, ob sie dem Jazz oder eher dem Rock zuzurechnen seien. "Nicht, weil die schlecht spielen, da gibt es ja tolle Leute. Ich hör das einfach nicht so gern, wie eine Platte mit einem Sänger" erklärt der junge Gitarrist, der mit »Homebrew Songs« eine Gitarrenplatte der anderen Art vorlegt. Eine Platte, die er selbst und - seien wir ehrlich - auch eine Vielzahl von Hörern immer wieder gern hören wird. "Die Idee war, dass es ganz normale Songs sein würden, die ich eben als Gitarrist präsentiere. Die Melodien hätte auch jemand singen können."
Daniel Stelters Plan ist voll aufgegangen. Seine »Homebrew Songs« sind - mit einer bemerkenswerten Ausnahme - instrumentale Lieder von einer unmittelbaren Wirkung, wie man sie vielleicht von Coldplay-Hits kennt. Denn neben Joe Pass, Marc Ribot, Wolfgang Muthspiel, Jeff Beck und John Lee Hooker gehört durchaus auch Jonny Buckland, der Lead-Gitarrist der Brit-Rocker, zu den Musikern, die Daniel Stelter immer wieder faszinierten. "Es gibt Gitarristen, die ganz einfach spielen, die vor allem mit Sound viel bei mir bewirken." Mit seinen »Homebrew Songs« knüpft Daniel Stelter nahtlos an diese Reihe an.
»Homebrew Songs« hat Daniel Stelter sein Album genannt, denn endlich ist es ihm gelungen, die "Platte, in der ich mich zu Hause fühle" aufzunehmen. Eingespielt hat er die Songs mit seinen Freunden Ulf Kleiner, Tommy Baldu und Michael Paucker in nur drei Tagen. "Wenn man nicht furchtbar viel proben muss, dann kann jeder Spieler seine Persönlichkeit am Besten einbringen" lacht Daniel Stelter und berichtet, wie er den Schlagzeuger Baldu, den er in der Band des »Söhne Mannheims«-Sängers Tino Oac kennen gelernt hatte, für »Homebrew Songs« engagierte: "Der Tommy war meine erste Anlaufstelle, weil mir wahnsinnig gut gefällt, wie er spielt - mit seinen ungewöhnlichen Sounds." Baldu brachte den Bassisten Michael Paucker ins Spiel, mit dem er in Sachen energetischer Klangvielfalt eine der erstaunlichsten Rhythmusgruppen bildet (unter anderem auch im Quartett Triband - siehe die Alben »Trip« und »So Together«, beide bei Herzog Records erschienen). Den Multi-Keyboarder Ulf Kleiner (der auch in der Band von Jeff Cascaro an Klavier, Rhodes, Orgel und analogen Synthesizern zaubert) kennt Daniel Stelter noch von Sessions, lange bevor beide in Mainz zu studieren begannen. Seitdem spielen sie zusammen, in der Band »Jazzteam« oder als Duo, das sich ohne viele Worte versteht. Auch als Songwriter arbeiten die beiden gut zusammen, wie Kleiners Mitarbeit bei den Titeln »Slick« und »Indigo« und als Co-Produzent beweist...
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