Homebrew

Release

Homebrew

Label: 
Herzog Records
Vertrieb: 
Edel/finetunes
Kat.Nr: 
901014 HER
Promotion: 
VÖ: 
28.08.2009
- Homebrew

Mit den »Homebrew Songs« lädt Daniel Stelter uns in die Heimat seiner Inspiration ein. Hier hat der viel beschäftigte Studio‐ und Livemusiker, Komponist und Produzent ‐ u.a. für das Schauspielhaus Bochum, Porsche und KissFM (das gesamte Jingle‐Paket), Sat.1 (»Entscheidung in den Wolken«, 2009 u. »Bis dass der Tod uns scheidet«, 2008) ‐ von langer

Hand die „Platte, in der ich mich zu Hause fühle" vorbereitet. Um sie dann in nur drei Tagen im Studio mit seinen Freunden Ulf Kleiner, Tommy Baldu und Michael Paucker einzuspielen. „Wenn man nicht furchtbar viel proben muss, dann kann jeder Spieler seine Persönlichkeit am Besten einbringen" lacht Daniel Stelter und berichtet, wie er den Schlagzeuger Tommy Baldu, den er in der Band des »Söhne Mannheims«‐Sängers Tino Oac kennen gelernt hatte, für »Homebrew Songs« engagierte: „Der Tommy war meine erste Anlaufstelle, weil mir wahnsinnig gut gefällt, wie er spielt ‐ mit seinen ungewöhnlichen Sounds." Baldu brachte den Bassisten Michael Paucker ins Spiel, mit dem er in Sachen energetischer Klangvielfalt eine der erstaunlichsten Rhythmusgruppen bildet (unter anderem auch im Quartett Triband ‐ siehe die Alben »Trip« und »So Together«, beide bei Herzog Records erschienen). Den Multi‐Keyboarder Ulf Kleiner (der auch in der Band von Jeff Cascaro an Klavier, Rhodes, Orgel und analogen Synthesizern zaubert) kennt Daniel Stelter noch von Sessions, lange bevor beide in Mainz zu studieren begannen. Seitdem spielen sie zusammen, in der Band »Jazzteam« oder als Duo, das sich ohne viele Worte versteht. Auch als Songwriter arbeiten die beiden gut zusammen, wie Kleiners Mitarbeit bei den Titeln »Slick« und »Indigo« und als Co‐Produzent beweist.

Den Titel »Amor Macio« hat Daniel Stelter gemeinsam mit der Sängerin Liza da Costa geschrieben. Ihr sanfter portugiesischer Gesang bildet die oben angekündigte Ausnahme unter den instrumentalen »Homebrew Songs« ‐ und zusammen mit »Monsterfee« den „Ruhepunkt des Albums," wie der Gitarrist den melancholisch schwebenden Jazz‐Fado‐Pop‐ Song beschreibt. Denn schon das »Intro« zum Album stellt als „eine Art Inhaltsverzeichnis" klar: als introvertierte Musik für graue Tage sind die »Homebrew Songs« nicht gemeint. Auf die Idee kommt man auch gar nicht, wenn man den Titel »Menime« entschlüsselt: „Rückwärts gelesen steht es für Eminem, der mich nach wie vor fasziniert. In seiner Musik ‐ wie eigentlich in jeder Musik, die ich mag – gibt es immer eine gewisse Dosis Blues" leitet Stelter zum souligen »Flutter« über, und weist auf »Simple Plan« hin, das souverän wie ein Donald Fagen‐Shuffle groovt. „Es gibt Leute, an denen prallt alles ab. Denen ist dieser Song

gewidmet. Er könnte auch ‚Mr. Supercool' heißen."

Dass Stelter neben radioverdächtigen WahWah‐Gitarren auch spannende Treffen akustischer

Instrumente inszeniert, zeigt er in »Paperboat«, dem „der Gedanke eines Papierschiffchens" zu Grunde liegt „das langsam den Fluss hinunter treibt, mal hängen bleibt, weiter getrieben wird und irgendwann untergeht." Als Gast steuert Frank Spaniol mit der Bassklarinette einen rührenden Nachruf auf das fragile Kinderspielzeug bei. Das Bild vom ruhig fließenden »Strom« hat Daniel Stelter nachhaltig inspiriert. Schon sein ganzes Leben wohnt er an den verschiedenen Ufern von »River Rhine«, den man als kontinentales Gegenstück zum Mississippi verstehen kann, so laid back rollt schließlich »Indigo« an die Anleger der kultur‐spendenden Wasserstraße. 

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