Was kann ein Label mehr leisten, als aufregende Musik anzubieten?
Sebastian Studnitzky
Alben: Studnitzky Trio | EGIS
Sebastian Studnitzky
EGIS
VÖ: 29.01.2010
Vertrieb: edel kultur
42601090016 HER
Sebastian Studnitzky: Musik wie sie authentischer nicht sein könnte.
Sein Sound ist unverwechselbar, seine Klangwelten sind detail- und ereignisreich, sein Anliegen ist in einer sehr persönlichen musikalischen Sprache formuliert. Sein neues Album heißt EGIS - ein Album, das all sein Können auf den Punkt bringt, lustvoll und spannend daherkommt - voller unterschiedlicher Geschichten, hoch konzentriert und aufgeladen mit viel Energie.
Er kommt aus dem Schwarzwald, lebt in Berlin, und arbeitet international mit unzähligen renommierten Künstlern. "Früher" - sagt Sebastian Studnitzky - "war ich mal ein reiner Jazztrompeter" - doch im Laufe seines musikalischen Werdegangs hat er viel mehr Türen aufgemacht: Er ist zuhause in unterschiedlichen Musik-Stilen und hat sich zu einem unverwechselbaren Multiinstrumentalisten entwickelt. Als Trompeter, Pianist und Keyboarder hat Sebastian Studnitzky mit seinem neuen Album EGIS seinen ganz eigenen Sound weiterentwickelt.
Es ist Jazz - und es ist viel mehr. Jenseits der Frage nach Stilistik ist Studnitzkys Musik geprägt durch seinen speziellen Sound, durch eine spezielle Art der Emotion und auch Reduktion, die vieles hörbar und erlebbar macht - ganz unmittelbar.
"Wenn ich die Stücke komponiere, höre ich schon direkt den Sound, in dem sie klingen sollen" sagt Studnitzky. Beim 'Warten' auf eine neue Komposition dient ihm Stille als Inspiration - und was beim Warten herauskommt ist perfekt geplant bis ins kleinste Detail. Alles muss stimmen: die Instrumentierung, die Atmosphäre des Raumes und der individuelle Input der Mitmusiker - so ist es kein Zufall, dass die Besetzungen variieren und jedes Stück dadurch seine spezifische Echtheit behauptet.
Ausgehend von einer Trioformation (mit Paul Kleber am Kontrabass und Sebastian Merk am Schlagzeug) bereichert Studnitzky seine Kompositionen durch einige Gäste: Wolfgang Haffner und Tommy Baldu spielen Schlagzeug, ein Streichquartett trifft auf elektronische Komponenten und ein programmiertes Schlagzeugsolo von Jazzanova klingt als würde eine alte Jazzplatte mitimprovisieren.
Bei einigen Songs hat Studnitzky alle Instrumente selber eingespielt. Das sind die besonders intimen Momente des Albums. Ob mit der Trompete oder am Klavier prägt er die Stücke durch seine ungewöhnliche Klangfärbung: schlicht, weich, fließend und zurückgenommen, aber nicht minder intensiv und eindringlich.
Sein individuelles Spiel jenseits von stilistischen Scheuklappen ist es auch, das den Musiker Studnitzky zu einem viel gefragten und profilierten Sideman auf internationalen Bühnen gemacht hat - so spielt er u.a. mit Nils Landgren oder Jazzanova und treibt seine Projekte voran - wie z.B seine eigene, jazzpreisdekorierte Formation Triband.
Sein Sound also, seine kreative Unruhe, seine musikalische Bandbreite, seine Genauigkeit und seine Energie zeichnen den Musiker Sebastian Studnitzky aus - EGIS macht all das hörbar: unaufdringlich eindringlich.
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