Was kann ein Label mehr leisten, als aufregende Musik anzubieten?
Trio Macchiato
Alben: Orient Express | Café Méditerraneo

Trio Macchiato
Orient Express
VÖ: 09.07.2010
Vertrieb: edel kultur
Kat.Nr. 4260109010188
Von Paris nach Konstantinopel: Der Orient-Express
Als Georges Nagelmacker am 5. Juni 1883 in Paris seinen ersten
Luxuspersonenzug ins rumänische Giurgiu schickt, ahnt er nicht,
dass er damit einen Mythos kreiert. Als Orientexpress verbindet sein
Zug ab 1889 einmal pro Woche Paris und Konstantinopel, durchstreift in
67½ Stunden fast ganz Europa. Er verbindet nicht nur Orient und
Okzident, sondern verknüpft auch dazwischen liegende Metropolen
wie Wien, Budapest, Mailand, Belgrad oder Bukarest zu einer
Perlenschnur der Kultur.
Zahlreiche Geschichten ranken sich um den Orientexpress: 1929 wird er
für fünf Tage eingeschneit, 1931 von ungarischen Terroristen
angegriffen, 1950 darin ein US-Militärattaché von
rumänischen Agenten überfallen, Vorbild für den
James-Bond-Film „Liebesgrüße aus Moskau“, die
Romanciers Agatha Christie („Mord im Orientexpress“) und
Graham Greene („Stambul Express“). Diese und andere
Ereignisse im und um den Zug herum lässt das Trio Macchiato auf
einer berührenden musikalischen Reise in raffinierten Arrangements
lebendig werden.
Das Trio Macchiato, 2007 mit einer einfallsreichen Hommage an die
Kaffeehäuser des Mittelmeeres bekannt geworden und für den
Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert, besteigt mit seiner
zweiten CD den Orientexpress. Man fährt mit Musette und Tango
durch Frankreich, überquert mit Alphorn, Jodeldihö und einer
waghalsigen Version des Italo-Klassikers "Due soldi" die Alpen, wird
vom melancholischen „Wiener Leid/ Lied“ gerührt und
von James Bonds „Liebesgrüßen aus Moskau“
geschüttelt, durchstreift mit Roma, Juden und Thrakern den Balkan
bevor man schließlich mit dem alten Schlager
„Istanbul“ und der„Roten von Stambul“ in
Konstantinopel anlangt.
Das Trio mit dem heißen Herzen mit Sitz im kühlen Hamburg
versteht es das Komplizierte einfach und das Einfache gehaltvoll zu
machen. Die Herkunft der Bandmitglieder und ihre vielfältigen
musikalischen Interessen (Klassik, Jazz, Tango, canzone, arabische,
Film- und Zigeunermusik u.a.m.) garantieren einen aufregenden Mix, ganz
dem Bandnamen (it.: aufgeschäumt, bunt gesprenkelt) verpflichtet,
ein Funken sprühendes Vergnügen für Herz und Hirn.
2006 entsteht anlässlich zweier Auftritte auf einer Kreuzfahrt
von Istanbul nach Cannes ein eigenes Konzertprogramm
ausschließlich über den Mittelmeerraum. 2007 erscheint das
Debütalbum Café Méditerraneo bei Herzog Records. Auf
Tourneen mit Auftritten in u.a. Berlin, Prag, Frankfurt und Köln
und einer Filmmusik (Von der Antike zur Moderne… in einem
Atemzug: Paula Modersohn-Becker) folgen Einladungen zum Beethoven- und
zum Rheingaufest, zum Festival Mitte Europas, MDR Musiksommer,
Musikfestival Syke, Kulturaustausch Prag u.a.m
Das Trio Macchiato JANA MISHENINA (Violine, Gesang,
Gitarre, Mandoline): Die Tatarin studierte an der Gnessin-Akademie
ihrer Geburtsstadt Moskau sowie an der Sweelinck Musikhochschule
Amsterdam. Danach arbeitete sie u.a. mit der Deutschen
Kammerphilharmonie, dem Concerto Grosso Frankfurt oder der Philharmonie
der Nationen. Mit u.a. dem georgischen Komponisten David Malazonia
verfolgt sie seither einen persönlichen Weg zwischen
Zigeunerfolklore, italienischen canzone, Tango argentino und slawischen
Einflüssen. Gegenwärtig ist sie in verschiedenen Produktionen
am Deutschen Schauspielhaus Hamburg und am Stadttheater Lübeck zu
hören.
JAKOB NEUBAUER (Akkordeon, Bandoneon, Vibrandoneon,
Concertina, Perkussion, back vocals): Der Gewinner des Großen
Russischen Akkordeonwettbewerbes von 1978 studierte an der
Musikhochschule in St. Petersburg. Nach seiner Übersiedlung in den
Westen 1989 spielte er an verschiedenen Theatern in London, Paris und
Berlin, bevor er 1991 in Hamburg ansässig wurde und seither am
Schauspielhaus, an der Staatsoper, im Philharmonischen Staatsorchester,
NDR Sinfonieorchester u.a. tätig ist.
HENRY ALTMANN (Bass,
Melodica, Susaphon, Glockenspiel, Perkussion, back vocals): Der
Nachfahr frz. Zigeuner studierte in Hamburg und New York, lebte in
Paris und Dresden. Neben Film- und Theatermusiken (u.a. Staatstheater
TJG Dresden und Festspielhaus Hellerau), Kompositionen für die NDR
Bigband, ein Streichquintett arbeitete er u.a. mit George Gruntz,
Herman & Tietjen (musikal. Ltg.), Peter Brötzmann, Pascal von
Wroblewsky oder Ladi Geisler. »Alphabet City« erhielt 1997
einen sächsischen Förderpreis, »Schubert-Echo«
1998 den Trude-Unruh-Preis, von seiner La KaffeehausAvantgarde erschien
2009 bei Rent-a-Dog »Amuse Keule: Zwiefacher-Variationen«.
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